Sonntag, 30. Juni 2013

The Good vs. The Evil #6: Wonder Woman

 “Of all people, you know who I am…who the world needs me to be. I’m Wonder Woman.”
(Wonder Woman)

Guten Morgen liebste Paradiesvögelchen!

Endlich gibt es wieder eine neue Runde The Good vs. The Evil bei Franzi und mir, nachdem wir es letzte Woche ja leider nicht geschafft haben. Ich befinde mich immer noch in der ziemlich stressigen Prüfungsphase und kann meine zweimonatigen Semesterferien ab August kaum erwarten aber das ist noch in unerreichbarer Ferne... T__T.

Aber darum soll es nicht gehen! Viel mehr dreht sich heute alles um die zauberhafte und einmalige Wonder Woman, die im Jahre 1941 die Tinte der Druckerpressen erblickte und somit zu den ersten Superhelden überhaupt gehört, was jedoch viel cooler ist: Wonder Woman war die allererste SuperheldIN! Ihr Schöpfer William Moulton Marston empfand es nämlich als Unverschämtheit, dass das sogenannte "Golden Age of Comics" ohne weibliche Beteiligung begangen wurde, da seiner Meinung nach Frauen mit ihrer "moralischen Überlegenheit" die viel besseren Superhelden abgeben würden. So schuf er gemeinsam mit seiner Frau eine Heldin, die zwar genauso stark wie Superman sein aber auch viel weiblichen Charme mitbringen sollte, oder wie er selbst zu sagen pflegte: "all the strength of a Superman plus all the allure of a good and beautiful woman". 

Und all das war und ist Wonder Woman. Ihren Ursprung hat sie auf der fiktionalen Amazoneninsel Themyscira, deren Königin ihre Mutter Hippolyte ist. Von ihrer Mutter aus Ton geschaffen, wird ihr Seele und Geist von den griechischen Göttern eingehaucht. Als Geschenk der Götter erhält sie selbst für eine Amazone erstaunliche Kräfte, so ist sie schneller als Hermes (der Götterbote mit den geflügelten Schuhen), so weise wie Athene, so schön wie Aphrodite und stärker noch als Herkules. Bewaffnet ist sie mit dem goldenen Lasso der Wahrheit, das jeden, der es berührt, zwingt die Wahrheit zu sagen und davon abgesehen trägt sie stets ihre markanten silbernen (später goldenen) Armbänder, mit denen sie Kugelgeschosse abwehren kann. Ab dem "Silver Age", also ca. seit 1960 kann sie außerdem fliegen. Sehr berühmt ist selbstverständlich ihre umwerfende äußere Erscheinung, also natürlich ihr wunderschönes Outfit, das aus einem rotem Oberteil mit goldenen Adlerwappen und der charakteristischen blauen Hose mit weißen Sternen besteht, in Verbindung mit ihren stechend blauen Augen und den eleganten schwarzen Locken. Wonder Woman gelangt in die "Welt der Männer", als der US-Pilot Steve Trevor während des Zweiten Weltkriegs auf Themyscira abstürzt und sie ihn begleiten soll, um ebenfalls gegen die Nazis zu kämpfen. Von da an wird Diana Prince ihr ziviler Deckname und es entwickelt sich der Running Gag, dass der ahnungslose Steve Trevor die scheinbar damenhafte und "schwache" Diana retten möchte doch stattdessen immer wieder von Wonder Woman gerettet wird.
Unter Marston waren Diana und Trevor ineinander verliebt, kamen jedoch nie zusammen, wohingegen diese Verbindung seit 1960 konsequent ausgestrichen wurde. Interessant ist auch ihr Verhältnis zu Superman, da die beiden sehr viel verbindet. In den offiziellen DC Comics bleibt ihr Beziehung stets rein platonisch, da Superman ja seine Lois hat, doch oft wird angedeutet, dass Diana wohl die bessere Wahl für Clark gewesen wäre und in einem Paralleluniversum haben sie sogar eine Familie.

Aber genug der Ausführungen! Das wird schon wieder viel zu lang hier! Kommen wir endlich zum Make-Up! Ich muss gleich vorneweg sagen, dass ich auf diesen Look wirklich unglaublich stolz bin. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass Wonder Woman direkt hinter dem unschlagbarem Joker mein Lieblingslook der Reihe ist. Mir ist es dieses Mal gelungen, wirklich sehr präzise zu arbeiten und das hat sich meiner Meinung nach ausgezahlt. Daher saß ich an diesem Look auch bedeutend länger als an den anderen, die auch schon so gute drei Stunden brauchen. Hier waren es knappe vier und das hat sich gelohnt!


Ja, ich bin zwar blond wie eine ihrer schlimmsten Feindinnen, neben Circe, Baroness Paula von Günther, aber ich empfinde diese Tatsache bei meinem Make-Up gar nicht als so störend. Blond hätte Wonder Woman meiner Meinung auch gut gestanden! Wie ihr seht, habe ich in das Augen Makeup alles reingepackt, das mir zu Wonder Woman eingefallen ist. Ins Auge sticht zunächst die dunkelblaue Crease mit den weißen Sternen, die relativ offensichtlich ihre tollen Shorts repräsentiert. Auf dem beweglichen Lid habe ich großzügigen roten Glitter aufgetragen (weil mein letzter Good vs. Evil Look ohne auskommen musste...) und diesen Glitter mit einem goldenen und einem dunkelblau-glitzernden Eyeliner deutlich abgegrenzt. Das untere Lid habe ich passend zu der Tiara gold gehalten und ein paar rot bemalte Strasssteinchen aufgeklebt. 
Ein weiteres Highlight sind für mich ganz klar die Lippen. Wonder Woman hat wunderschöne, volle und sexy geschwungene Lippen, deshalb habe ich mir mit einem Konturstift die perfekte Lippenform gezeichnet. Die finde ich wirklich super und hätte sie gerne jeden Tag xD. Außerdem habe ich dieses Mal auf ein glitzerndes Gloss oder Ähnliches verzichtet und den Lippenstift stattdessen mit einem metallischen, roten Pigment getoppt. Ich mag zur Zeit metallische Finishes auf den Lippen sehr gern und wollte nicht, dass die Lippen auch noch glitzern. Dieser etwas "mattere" metallische Look fügt sich wie ich finde sehr schön ins Gesamtbild ein, was meint ihr?

Außerdem kann ich mir jetzt natürlich nicht verkneifen zu erwähnen, dass ich für dieses Make-Up SELBSTVERSTÄNDLICH meine beiden MAC Produkte aus der Wonder Woman Collection aus dem Jahre 2011 benutzen musste! Ist ja wohl logisch oder? Mighty Aphrodite und Russian Red strike again!

Donnerstag, 27. Juni 2013

Die sugarpill pro Palette - ein knallbunter Wunsch geht in Erfüllung

Als Josi mir vor einigen Wochen erzählte, dass sie Ende Juni zur IMATS nach London fahren würde, rastete ich beinahe aus vor Freude. Schon seit ich vor etlichen Jahren (es müsste 2009 gewesen sein) bei den Pixiwoos das erste Mal von der IMATS hörte, wollte ich unbedingt hin. Leider wurde dieser Wunsch nie wahr, was eigentlich immer an ungünstig gelegenen Prüfungsphasen oder Urlauben lag (und das wo die IMATS doch öfter im Jahr stattfindet...) aber ich glaube fest daran, dass ich irgendwann einmal da sein werde! Daher freute ich mich natürlich umso mehr für Josi, die da ohnehin mehr zu suchen hat als ich :D. Wir beide als riesige sugarpill Fans stalkten wie gewohnt sämtliche Facebook-, Instagram- und Twitteraccounts und trauten unseren Augen nicht, als angekündigt wurde, dass die große 12er Palette von sugarpill auf der IMATS (und der jetzt stattfindenden PHAMexpo in Pasadena) erstmals richtig käuflich zu erwerben sein sollten. Für alle nicht sooo Verrückten sei an dieser Stelle erklärt, dass es diese große Palette mit 12 von 13 sugarpill Lidschatten schon früher gab aber meistens nur für Mitarbeiter von sugarpill und unerreichbar für alle anderen. Auf der sugarpill Website steht in den FAQs bis heute, dass die Nachfrage nach dieser speziellen, sagenumwobenden Palette zwar durch die Decke schießt, dass sie bei sugarpill aber nicht die Möglichkeiten haben, eine solche Produktion für den normalen Online-Handel auf die Beine zu stellen, was ich mir sehr gut vorstellen kann. So riesig wie der Hype mittlerweile um sugarpill ist, ist das echt kein Wunder. Nun aber die Sensation: nach den Testläufen auf speziellen Events wie der IMATS oder anderen Messen soll die 12er Palette tatsächlich Ende November online kommen! 

Aber das würde ich ja nicht alles grundlos schreiben. Nein nein! Ich habe einen richtig echten und genialen Anlass dafür: JOSI HAT MIR EINE DER PALETTEN MITGEBRACHT!!! Zwar hatten wir mehrmals darüber gesprochen aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass sie tatsächlich noch eine für mich bekommt, weil die am Stand von Love-Makeup so streng limitiert waren (zumindest zeigten sich manche Verkäufer für überhaupt nicht verhandlungsbereit...). Aber Josi hat mir eine erkämpft! Ich kann es immer noch nicht so richtig glauben! Und sofort als ich sie hier hatte, habe ich mich auf meine Kamera gestürzt (wer muss schon an Uniprojekten arbeiten...) um so schnell wie möglich den Blogpost zu dieser genialen Palette rauszuhauen!




Als absoluter Die-Hard Fan der Marke besaß ich bis vor kurzem die drei Quads der allerersten Stunde. Nichts mit hübschem Design und pinker Pappverpackung! Die ersten Quads von DAMALS gab es in einer schwarzen Verpackung und ohne viel Chichi. Als ich meine Quads dann weiterverkaufte, um für die Palette Platz zu machen, fiel mir auf, wie unbenutzt sie aussahen, dafür dass ich sie viele viele Jahre in krasser Benutzung hatte (ich meine das hier, der Blog ist der beste Beweis dafür. Ihr findet hier vermutlich kein einziges NICHT-nudes Make-Up ohne sugarpill!). Das beweist mal wieder, wie unfassbar viel Inhalt diese 4 Gramm pro Pfännchen tatsächlich sind. 
Das erste das mir an der Pro Palette aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass es wirklich sehr pro aussieht. Auch hier kein überschwängliches mega buntes Design, die Palette ist nahezu schlicht, was ich wirklich nicht vermutet hätte. Zudem kam meine Palette eingeschweißt zu mir, was ich ganz schau fand aber ein bunter Pappkarton, wie ich ihn von sugarpill gewohnt bin, hätte mir besser gefallen. Daran sieht man dann WIE pro sugarpill pro ist :D.



Ich weiß, dass Produkte für den professionellen Bedarf schlichter sind, ohne das ganze Design auskommen und einfach so wenig überflüssigen Kram wie nötig mitbringen ABER von einer Marke wie sugarpill hätte ich dann schon ein bisschen mehr erwartet. Was ich hingegen sehr gut finde, ist, dass man hier auf einen überdimensionalen Spiegel im Deckel verzichtet hat. Und siehe da: die Palette ist federleicht! Die Quads waren wirklich unfassbar schwer, jetzt weiß ich ja woran das lag. 
Der Messepreis für dieses gute Stück lag übrigens bei £58, knapp 70 €, die ich ganz objektiv betrachtet (Witz) wahnsinnig gut investiert finde. Ich weiß gar nicht mal, ob der Messepreis wirklich eine Ersparnis darstellte, vermutlich nicht. Ein Monolidschatten kostet im sugarpill Onlineshop $12, ein Quad $34. Mit Kursschwankungen kommt es also prinzipiell aufs Gleiche heraus aber mich als Fan interessiert das sowieso eher weniger. Hauptsache haben wa!

Metallische Tiefsee: CHANEL Bel-Argus

Chanel Lacke genießen keinen guten Ruf in der Community und das auch zurecht, denn die Qualität ist wirklich enorm bescheiden, bei dem Normalpreis von 23 € pro Flasche eine regelrechte Frechheit. Gleichwohl besitze ich 10 dieser besagten Flaschen. Wie kommts? Ich mag die Lacke von Chanel trotz und alledem sehr gern und der Grund dafür sind die zuweilen wirklich umwerfend schönen Farben. Meine absolute Lieblingsfarbe von Chanel wird wohl für immer "Graphite" bleiben, was nebenbei bemerkt auch das einzige Kosmetikprodukt in meinem Besitz ist, das ich ganz ehrlich nur in den seltensten Fällen benutze, aus Angst es würde leer werden. Soetwas habe ich schon oft gehört und fand es immer lächerlich, jetzt weiß ich wie das ist.
Heute soll es aber um einen Neuzugang gehen: Bel-Argus aus der diesjährigen Sommerkollektion. Bel-Argus (dessen Namen ich trotz zwei Jahren Französischunterricht und diversen Online-Übersetzern noch immer nicht verstanden habe) ist ein metallisches Dunkelblau mit intensivem Violettstich.


Ich bin hellauf begeistert von dieser Farbe! Auf den Nägeln wirkt sie so herrlich elektrisch und je nach Lichteinfall mal knallblau, mal dunkelviolett. Ich habe zwei Schichten aufgetragen und obwohl ich innerhalb 20 Minuten vier Coats (Basecoat, zwei Farbschichten und Topcoat) lackiert habe, hat der Lack keine Bläschen geschlagen, was tatsächlich sehr selten ist. 
Wie alle "neueren" Chanel Lacke, enthält auch Bel-Argus 13 ml bei einem Originalpreis von 23,95 €. 


Ja auch hier macht sich die schwächere Chanel Qualität bemerkbar. Auf meinen unnormalen Nägeln halten die meisten Lacke zwei bis drei Wochen (!). Bei Chanel muss ich meist nach einer bis anderthalb Wochen umlackieren, was ich in Anbetracht der wirklich einzigartigen und in meinen Augen wunderschönen Farben in Kauf nehme. Bel-Argus und sein Bruder Azuré haben mich mit ihren mehr oder weniger Duochrome Effekten auch ganz stark an einen anderen Chanel Lack aus meiner Sammlung erinnert, und daher möchte ich euch die drei heute zusammen zeigen.